Im Februar 2012 jährt sich ein wichtiges Ereignis der jüngeren Hamburger Geschichte zum 50. Mal: In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 wurde die Hansestadt von einer zerstörerischen Sturmflut heimgesucht. Die Elbinseln waren dabei am schwersten betroffen. Vom 12. Januar bis zum 15. März (verlängert!) zeigt das Auswanderermuseum BallinStadt am historischen Ort der Geschehnisse eine neue Sonderausstellung zum 50. Jahrestag der Flut in Hamburg.
Mit Windgeschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern fegte in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 ein Orkan über Hamburg. Das folgende Hochwasser überschwemmte mehr als 20 Prozent des Stadtgebiets. Die Elbinseln waren damals am schwersten von der Naturkatastrophe betroffen. Allein in Wilhelmsburg waren 60.000 Menschen vom Wasser eingeschlossen. 340 Menschen kamen ums Leben.
Anhand von Fotos, Zeitungsartikeln, Audio- und Video- einspielungen sowie Zeitzeugenberichten veranschaulicht die BallinStadt in ihrer Sonderausstellung wie die Menschen vor 50 Jahren gegen die zerstörerischen Wassermassen ankämpften und welche Auswirkungen die Flut auf Hamburg hatte. Die Ausstellung befindet sich in der BallinStadt auf der Veddel – am historischen Schauplatz, von wo aus damals die Hilfsaktionen organisiert und die Opfer versorgt wurden.
Schwerpunkt der Sonderausstellung werden die persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse der Betroffenen und Helfer sein. Die Katastrophe in ihrem ganzen Ausmaß, die Verzweiflung und die Traurigkeit der Menschen, die nicht nur Hab und Gut sondern auch Familienangehörige und Freunde verloren haben, soll ebenso im Fokus stehen wie die Leistung der mutigen Helfer.
Weitere Infos: Ballinstadt.de
Zum Einlesen: der Sturmflut-Eintrag bei der Wikipedia.
Und hier noch ein Video zum Thema:
Helmut Schmidt über die Flutkatastrophe





